Alte Filter regelmäßig, rechtzeitig, richtig reinigen
Alte Filter
regelmäßig, rechtzeitig, richtig reinigen!
IV. Aufbau des
Schleppers
A. Motor
1. Allgemeiner
Aufbau
Der Motor ist ein stehender, luftgekühlter
Zweizylinder-Dieselmotor, der im Viertakt nach dem
Deutz-L‘Orange-Wirbelkammerverfahren arbeitet und folgenden Grundaufbau zeigt:
Kurbelgehäuse mit aufgesetzten Zylindern und Zylinderköpfen,
Einspritzpumpe, Stoßstangenantrieb der hängenden Ventile durch die im
Kurbelgehäuse gelagerte Nockenwelle, Luftkühlung durch Schwungradgebläse,
Regler und Einspritzpumpe sind in einem Deckel seitlich aufgesetzt. Der 24
PS-Schlepper hat außerdem eine Kraftstoff-Förderpumpe.
Der Motor ist für die angegebene Leistung und
Drehzahl eingestellt und plombiert. Ein Lösen der Plomben und eine Änderung
in der Blockierung ist nicht zulässig, da hierdurch schwere Schäden
am Motor und Getriebe auftreten können. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass Plomben nur von unseren Monteuren oder den von uns anerkannten
Außendienststellen gelöst werden dürfen, andernfalls erlischt die
Gewährleistungspfticht.
2. Einzelheiten des Aufbaues
a)Kurbelgehäuse,
Zylinder, Zylinderkopf
Das Kurbelgehäuse ist ein Tunnelgehäuse, in welches der
untere Schaft der Zylinder von oben eingesetzt und durch Gummiringe abgedichtet
wird. Gleichzeitig mit den Zylinderköpfen werden die Zylinder durch je 4 lange,
in das Kurbelgehäuse durchgehende Schrauben befestigt. Auf der rechten Seite
wird das Kurbelgehäuse durch den Einspritzpumpendeckel, der auch Öleinfüllung,
Peilstab, Entlüftung und Regler trägt, abgeschlossen. Schwungradseitig schließt
sich an das Kurbelgehäuse die Schwungradverkleidung an, deren Spiralform die
vom Schwungrad erzeugte Luftströmung aufnimmt und den Kühlflächen der Zylinder
und Zylinderköpfe zuführt.
In die Zylinderköpfe sind die Wirbelkammern eingegossen. Die
Ventilsitzringe für Ein- und Auslassventile sowie die Ventilführungen
sind eingeschrumpft. Die auf den Zylinderköpfen angeordneten
Steuerungsteile werden durch die Zylinderkopfhauben abgedeckt und durch
gefilterte Kühlluft bestrichen. Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse sind durch
Stoßstangenrohre mit Gummiringen öldicht miteinander verbunden. In die
Zylinderköpfe sind Düsenhalter mit Einspritzdüsen und Glühkerzen eingeschraubt.
b)Kurbeltrieb
Die Kurbelwelle
ist dreifach gelagert und mit Gegengewichten versehen. Sie trägt auf dem
hinteren Ende das Schwungrad mit Anlasser- und Schaufelkranz, auf dem vorderen
das Zahnrad zum Nockenwellen- und Ölpumpenantrieb sowie die Keilriemenscheibe
zum Antrieb der Lichtmaschine.
Pleuellager und
mittlere Grundlager (Passlager) haben auswechselbare Lagerschalen aus Stahl
mit Bleibronzeguss. Die Endzapfen der Kurbelwelle werden von Lagerbüchsen
aufgenommen.
Die Kolben sind
aus Leichtmetall und mit 3 Verdichtungs- und 2 Ölschlitzringen versehen. Die Kolbenbolzen
sind entgegen der Drehrichtung aus der Mitte versetzt. Auf ihnen wird der
Pleuelstangenkopf in einer Bronzebüchse geführt.
c)Steuerung
Von der
Kurbelwelle wird über schrägverzahnte Stirnräder die Nockenwelle mit halber
Motordrehzahl angetrieben. Ein- und Auslaßventile sind hängend angeordnet und
arbeiten in auswechselbaren Ventilführungen.
d)Kühlung
Die für die
Kühlung erforderliche Luftmenge wird vom radial Wirkenden Schwungradgebläse
angesaugt und mit hoher Geschwindigkeit durch die Spiralluftführung an
Zylindern und Zylinderköpfen vorbeigeführt.
Nur bewährte
Markenöle verwenden!
e)Kraftstoffilter
Das
Kraftstoffilter ist im Kraftstoffbehälter untergebracht. (Vergleiche hierzu
Bild der Ersatzteilliste.)
Das Filzrohr des
Filters ist zusammen mit dem Filtersieb auf einer Spindel befestigt. Das Filter
drückt im eingebauten Zustand auf ein von unten in den Behälter eingeschraubtes
Ventil und gibt dadurch die Kraftstoffzufuhr zum Motor frei. Bei ausgebautem
Filter wird durch den Federdruck des Ventils der Ablauf des Kraffstoffes aus
dem Behälter unterbunden. Deshalb bei Arbeiten an der
Kraftstoffleitung zur Einspritzpumpe zuerst Kraftstoffbehälter herausnehmen!
f)Einspritzpumpe und Regler
Die Einspritzpumpe
arbeitet mit fest eingestelltem Spritzbeginn. Sie wird von der Nockenwelle
angetrieben und arbeitet ohne Saugventile nach dem Prinzip der
Schrägkantensteuerung. Durch Verdrehen der Pumpenkolben wird eine Bohrung im
Zylinder von der schrägen Steuerkante des Kolbens früher oder später
freigegeben und verändert so das Förderende und dadurch die Fördermenge. Mit
der Ekispritzpumpe ist ein Fliehkraftregler mittels Gestänge gekuppelt. Er
wird von dem Nockenwellenzahnrad angetrieben und regelt selbsttätig je nach
Drehzahl und Belastung die richtige Einspritzmenge durch Verschieben der
Regelstange in der Einspritzpumpe.
Zylinderrippen
trocken und sauber halten!
Sämtliche
Schmierstellen nach Angabe des Schmierplanes
abschmieren!
g)Düsenhalter und
Einspritzdüse
Die Düsenhalter
dienen zur Aufnahme der Einspritzdüsen mit Nadel, die unter Federdruck stehen
uod sich im Moment der Einspritzung von ihrem Sitz abheben. Die Federspannung
wird durch einen Schrauben. verschluß eingestellt. Im Anschlußstück der
Kraftstoffleitung befindet sich ein Stabfilter. Das austretende Lecköl wird
durch eine am Düsen halter angeschlossene Leckölleitung in den
Kraftstoffbehälter zurückgeführt.
Der Kraftstoff
wird von der Einspritzdüse fein zerstäubt in die Wirbelkammer eingespritzt.
Diese steht durch einen Kanal mit dem Hauptbreflflraum in Verbindung. Die
Einspritzdüse ist hierbei so angeordnet, daß ein Teil des Kraftstoffes beim
Anlassen durch diesen Kanal direkt in den Hauptbrennraum gelangt. Dadurch wird
ein ieichtes Zünden des Motors begünstigt.
h)Luftfilter
Die vom Motor
angesaugte Luft wird durch ein Ölbadluftfilter geleitet und dadurch ausreichend
entstaubt. Bei besonders staubhaltiger Luft wird zusätzlich der Anbau eines
Vorabscheiders empfohlen.
i)Schmierung
Der Olkreislauf
ist schematisch im Bild „Olkreislauf“ dargestellt. Eine Zahnradpumpe, vom
Zahnrad auf der Kurbelwelle angetrieben, saugt das Öl durch einen Siebtrichter
aus dem Kurbelgehäuse und drückt es zum Olsiebfilter, worin zentrisch das
Feinstölfilter eingebaut ist. Von hier gelangt das Öl am Regelventil vorbei zum
mittleren Kurbelwellenlager, durch die Kurbelwelle weiter zu den Pleuel- und
den anderen Kurbeiwellenlagern.
Eine Abzweigung
führt durch das vordere Nockenwellenlager zu den Stößeln, weiter durch die
hohlen Stoßstangen, die durchbohrten Kugelpfannen zu den Lagerstellen der
durchbohrten Kipphebel. Die Ventilschöfte werden durch Spritzöl geschmiert.
Durch die Stoßstangenschutzrohre läuft das Spritzöl zurück ins Kurbelgehäuse.
Die Schmierung der Zahnräder, des Reglers und der Einspritzpumpe geschieht
selbsttätig durch Spritzöl.
In den
Ölkreislauf sind 2 Ventile eingebaut:
Sicherungsventil
im Olfilter:
schützt die Olpumpe und das Filter vor zu hohem Druck bei Verstopfen des Filters.